Barrierefreiheit? Was ist das?

Barrieren?

Barrieren sind Hindernisse, welche durch bestimmte innere und äußere Faktoren begünstigt und hervorgerufen werden. Beispiel für eine Barriere könnte demzufolge eine vereiste Straße sein, welche durch den äußeren Umstand der Kälte zu einem Hindernis wird, welches man nur mit geeigneten Maßnahmen überwinden kann. Dabei ist es mit mehr oder weniger Aufwand verbunden, das Ziel zu erreichen. In dem Fall der Straße könnte man z.B. Sand streuen.

Selbiges Phänomen kann im Internet beobachtet werden. Oft wird dem User bzw. Besucher der Zugang künstlich erschwert. So berücksichtigt das Design von Webseiten Einschränkungen der Nutzer häufig nicht. Zu diesen Barrieren gehören beispielsweise fehlende Texte zur Beschreibung von Grafiken, eine unglückliche Auswahl der Farbkombination, unklar strukturierte Webseiten, nicht bedienbare Navigationsmechanismen sowie eine komplexe Sprache.

Zudem ist häufig eine Installation von Zusatzmodulen (z.B. FlashPlayer) oder die Aktivierung von JavaScript notwendig, um die einwandfreie Funktionalität eines Webprojektes in Anspruch nehmen zu können. Dabei kann es weder Ziel noch hilfreich sein, Internetseiten so zu gestalten, dass die Bedienbarkeit leidet. Viele Firmen haben dies mittlerweile erkannt, fehlende Seitenzugriffe aufgrund von "Minderfunktionen" oder Unübersichtlichkeit haben mittlerweile zu einem Umdenken geführt.

Chancengleichheit

Mit der "Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz" (BITV) hat das Bundesministerium des Innern eine Basis geschaffen, welche die Bedingungen für eine barrierefreie Internetseite mehr oder weniger klar definiert. Zum 31.12.2005 sollte jede Webseite von Behörden auf Bundesebene den Standard aufweisen, die Realität sieht bisher leider anders aus.

Schwammige Regeln und Nichtwahrnehmung der Problematik, scheinen Hauptgründe für die schleppende Umsetzung der Verordnung zu sein.

Aber auch Unwissenheit und fehlende Kenntnisse in den Grundprogrammiersprachen HTML und CSS sind Gründe für den Verzicht auf Barrierefreiheit. Bedenken, wie Barrierefreiheit hätte mit fehlenden Gestaltungsmöglichkeiten seine Grenzen, können aufgrund vieler Erfahrungen nicht geteilt werden. Viele Webseitenbetreiber haben nach der Umstellung auf eine barriefreie Gestaltung erkannt, dass die strikte Trennung zwischen Design und Inhalt für die Neugestaltung einer Internetseite von Vorteil ist. Ein Beispiel für die sich bietenden Chancen durch Trennung von Design und Inhalt zeigt die Internetseite http://csszengarden.com.

Die Praxis

Als Mittel zur Bedienung von Internetseiten nutzen blinde oder sehbehinderte Menschen überwiegend Lesesoftware und die Tastatur. Es sollte also eine Möglichkeit geschaffen werden, dass die Seite trotzdem ohne Schwierigkeiten bedient werden kann. Mit Hilfe von z.B. Ankern, Accesskeys und der sinnvollen Struktur auf der Internetseite wird die Bedienung merklich erleichtert.

Doch auch Handicaps wie Lernbehinderungen müssen berücksichtigt werden. Eine einfache Sprache oder parallel die Bereitstellung eines einfachen Textes sind ebenfalls eine Grundlage von Barrierefreiheit.

Unser Beitrag

Das Thema Barrierefreiheit wird hier zunächst auf die grundlegenden Programmiersprachen HTML und CSS beschränkt. Zu Barrierefreiheit und z.B. Flash finden Sie die entsprechenden Links unter Verweise.

nach oben

Ein Projekt von:
Der Paritätische Sachsen Anhalt Aktion Mensch